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Ich habe die ganze Nacht nicht gut geschlafen. Immer wieder hat es angefangen zu regnen, und mein Regenanzug war draußen. Aber ich wollte nicht aufstehen und ihn naß ins Zelt zu nehmen. Am Morgen war alles naß, aber zumindest nur von unten und nicht auch von oben. Die Fähre startet erst im 13.00, deswegen lasse ich mir Zeit beim zusammenpacken. Die Sonne lässt sich nicht blicken und mein Schlafplatz ähnelt eher einem Sumpf wie einer Picknick Wiese.

Auf dem Weg zum Fährhafen tanke ich nochmal voll. Ich bin auf dem Zahnfleisch, und falls ich in Marocco nicht gleich eine Tankstelle finde bin ich am Arsch, so wie in Finnland, wo ich nur mehr mit mehr Glück als Verstand zur Tankstelle gerollt bin.

Gegen 10.00 bin ich beim Hafen und es fängt der Spießrutenlauf an. Glücklicherweise hilft mir ein Marokkaner der in Italien wohnt mit den Formalitäten. Eigentlich ist es recht einfach: Direkt neben dem Dock befindet sich im ersten Stock das Büro mit Zoll und Personenkontrolle. In Genova macht man nur den ital. Teil, die Einreiseformalitäten werden dann auf dem Schiff bzw. direkt am Hafen von Tanger Med erledigt. Immer mehr Fahrzeuge kommen an, manche sind doppelt so hoch wie breit vor lauter Zeug, was von Italien nach Marokko gekarrt wird.

Eine Stunde vor Abfahrt öffnen die Mitarbeiter die Zufahrt und jeder will so schnell wie möglich auf das Schiff. Als Motorradfahrer ist man priveligiert, man bekommt meistens eine Vorzugsschiene. Es sind noch einige Biker mit an Bord, einige Deutsche und eine Gruppe aus Tschechien, alle verzurren ihr Motorrad mit den Zurrgurten und machen sich auf den Weg nach oben, wo ich die Zimmernummer und Schlüssel bekomme. Es ist logischerweise eine Innenkabine, aber das stört mich nicht.

Nach und nach kommen auch meine Zimmergenossen für diese Überfahrt ins Zimmer: es sind 3 Marokkaner die in Italien arbeiten und nun nach Hause fahren. Alle drei sind älter wie ich und sehr freundlich. Bis auf einem: er schläft die ganze Überfahrt, 36 Stunden, durch...

Auf dem Schiff lerne ich auch 2 Deutsche kennen, die mit einem Allrad LKW Marokko erkunden wollen. Es ist ihre erste große Reise, als Vorbereitung für eine längere Reise.

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Warten auf den Start! 17F0191

Goodbye Genua, Goodbye Italien!